Gamer-Szene

18. Oktober 2019

Böse Gamer?!

Ein Beitrag von Moritz Schillo und Kevin Baum Mit seiner Aussage auch die Gamer*innen-Szene nach der schrecklichen Tat in Halle unter dem Blickwinkel rechter Tendenzen beobachten zu wollen, sorgte Horst Seehofer (CSU) für einigen Wirbel. Insbesondere die angesprochene Gamer*innen-Szene machte ihrem Unmut und Ärger mit beißendem Spott in sozialen Netzwerken Luft. Oft anzutreffende Beiträge arbeiteten sich daran ab, wie harmlose und friedliebende Spiele die Beitragsschreiber*in radikalisierten, und knüpften damit an den Killerspiele-Diskurs der frühen 2000er Jahre an. Ob Horst Seehofer den Zusammenhang zwischen Verhaltensmustern und Computerspielen überhaupt meinte, blieb dabei unangetastet. Für viele bestand die Verärgerung und Irritation auch darin, dass man sich nun auf eine mehr oder weniger arbiträr ausgesuchte Szene konzentrieren solle, während rechtsextreme, rassistische und sexistische Vorstellungen gesamtgesellschaftlich auftauchen. Ungewollt oder gewollt hatte es Seehofer mit seiner Erwähnung der Gamer*innen-Szene allerdings geschafft, dass sich Teile des Diskurses in sozialen Netzwerken plötzlich mit der Gamer*innen-Szene oder auch Kultur beschäftigten und mit den dort vorhandenen rechten Tendenzen. Und das auch nicht zu unrecht: Wer sich schon […]
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