Über uns

Algoright ist ein Zusammenschluss von jungen Wissenschaftler:innen aus verschiedenen Fachrichtungen. Wir fanden uns, weil wir alle für die Herausforderungen unserer Zeit aus dem Spannungsfeld von Digitalisierung und Gesellschaft brennen. Über Jahre hinweg taten wir dies aus unseren verschiedenen Perspektiven: von Psychologie und Recht über Bildung bis hin zu Informatik und Philosophie, insbesondere der Ethik. Da jeder von uns auf diese Weise seine Wissenschaft mit öffentlichkeitswirksamen Themen verband, machte es uns zu gefragten Interviewpartnern und Rednern. Das wiederum brachte uns zusammen, auf Podien, in Forschungsprojekten und in der Pressearbeit.

Schnell erkannten wir zweierlei: Erstens können wir von unseren unterschiedlichen und vielfältigen Blickwinkeln profitieren. Die Perspektiven konkurrieren nicht etwa, sie ergänzen sich. Manche Phänomene und Entwicklungen lassen sich erst verstehen, sobald man mit der Brille der Psychologie, des Rechts, der Ingenieurs- und Naturwissenschaft, aber auch der Philosophie und der Pädagogik schaut. Vor allem erfordert die Lösung der entsprechenden Herausforderungen eine interdisziplinäre Herangehensweise. Zweitens erkannten wir, dass wir unsere Expertise für die breite Öffentlichkeit bündeln sollten. Für Politik, Wirtschaft, für Krankenkassen, Ärztekammern, für interessierte Bürger und NGOs ist es schwierig, wissenschaftlich fundiertes Know-How aus den unterschiedlichsten Bereichen zu finden.

Algoright ist unsere Reaktion auf diese Erkenntnisse. Hier wollen wir unser Wissen in die Öffentlichkeit tragen und unser Verständnis vermitteln. Dazu organisieren wir eigene Veranstaltungen, halten Vorträgen, sitzen in Diskussionsrunden und bieten wissenschaftliche und strategische Beratung an. In unserem Blog schreiben wir außerdem über Trends in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Unsere Arbeit erfolgt ehrenamtlich und wir freuen uns über Unterstützung.

Heute haben @stefan_hessel, @kevinbaum_uds und Sarah die Eintragung von #Algoright ins Vereinsregister beantragt! <3

Wenn @gsbanksupport meint, sie verwenden X Faktoren, aber ihre Entscheidung basiert nicht auf dem. Gender des Antragstellers, ist das a) fraglich, weil Gender wahrscheinlich Einfluss auf jene X Faktoren hat und [1/3]

Nach deutschem Recht läge wohl eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und damit ein Verstoß gegen das AGG vor. Die Beweislast dafür, dass nicht diskriminiert wurde, würde in einem Verfahren Apple treffen. Im US-Recht kann das aber anders aussehen. @stefan_hessel #Algoright


parallax background
 

Neues aus dem Blog

18. Oktober 2019

Böse Gamer?!

Ein Beitrag von Moritz Schillo und Kevin Baum Mit seiner Aussage auch die Gamer*innen-Szene nach der schrecklichen Tat in Halle unter dem Blickwinkel rechter Tendenzen beobachten zu wollen, sorgte Horst Seehofer (CSU) für einigen Wirbel. Insbesondere die angesprochene Gamer*innen-Szene machte ihrem Unmut und Ärger mit beißendem Spott in sozialen Netzwerken Luft. Oft anzutreffende Beiträge arbeiteten sich daran ab, wie harmlose und friedliebende Spiele die Beitragsschreiber*in radikalisierten, und knüpften damit an den Killerspiele-Diskurs der frühen 2000er Jahre an. Ob Horst Seehofer den Zusammenhang zwischen Verhaltensmustern und Computerspielen überhaupt meinte, blieb dabei unangetastet. Für viele bestand die Verärgerung und Irritation auch darin, dass man sich nun auf eine mehr oder weniger arbiträr ausgesuchte Szene konzentrieren solle, während rechtsextreme, rassistische und sexistische Vorstellungen gesamtgesellschaftlich auftauchen. Ungewollt oder gewollt hatte es Seehofer mit seiner Erwähnung der Gamer*innen-Szene allerdings geschafft, dass sich Teile des Diskurses in sozialen Netzwerken plötzlich mit der Gamer*innen-Szene oder auch Kultur beschäftigten und mit den dort vorhandenen rechten Tendenzen. Und das auch nicht zu unrecht: Wer sich schon […]
10. Juli 2019

Die 10 Gebote für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Personalarbeit?

Der Ethikbeirat HR-Tech veröffentlichte vor kurzem 10 Richtlinien für den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Personalarbeit. Was sagen diese Richtlinien aus, wie weit tragen sie, wie sieht es mit den Richtlinien im Einsatz aus, und was haben Sie mit internationalen Leitlinien für vertrauenswürdige Künstliche Intelligenz (KI) zu tun? Ein Beitrag von Markus Langer. Wer erklärt uns den guten Einsatz von KI? In den letzten Monaten kam es immer wieder zu Kontroversen bezüglich des Einsatzes digitaler Technologien in Unternehmen. Besonders das Thema Künstliche Intelligenz erregt die Gemüter und feuert die öffentliche Diskussion an. Es gibt Vertrauensprobleme beim Einsatz Künstlicher Intelligenz in Unternehmen, Mitarbeiter, sowie Klein- und Mittelständische Unternehmen fühlen sich durch die rasante Entwicklung teilweise abgehängt (was auch Demonstrationen der letzten Wochen zeigen), KI-Empfehlungen sind von Anwendern (und teilweise auch Entwicklern) nicht überprüfbar, und zu allem Übel kommt es auch noch zu Diskriminierungsproblematiken (wie beispielsweise Amazon bei ihrer Personalauswahl-KI erfahren musste).  Was daraus folgt? Trotz des KI-Hypes und des offensichtlichen Interesses an KI […]
4. Juni 2019

Algoright im Vortragsmarathon

Es ist nicht etwa still geworden um Algoright. Im Gegenteil. Wir sind derzeit mit vielen Vorträgen zu unterschiedlichen Themen im Bereich des ethischen Einsatzes von Algorithmen auf Tour. Sechs Vorträge in einem Monat. Anzahl steigend! Den Auftakt machten Timo Speith und Kevin Baum beim Tag der offenen Tür der Universität des Saarlandes. Timo sprach zum Thema »Philosophische Dimensionen von Maschinenerklärbarkeit« und Kevin beleuchtete in seinem Vortrag »Warum wir KI und Algorithmen verstehen können sollten« u.a. den Zusammenhang von moralischer Verantwortung und erklärbaren Algorithmen (in einem Sinne des Wortes, demnächst folgt ein Artikel zu den unterschiedlichen Formen von Transparenz und Erklärbarkeit). Am 11.06. hält Kevin dann einen Vortrag auf der 372. Saarländischen Schmerzkonferenz (SSK) einen Vortrag zu ethischen Aspekten des Einsatzes von Algorithmen in der Medizin. Nur einen Tag später, am 12.06.2019., spricht er auf der 37. Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten (IFK) zum Thema »Transparenz und Erklärbarkeit algorithmischer Entscheidungssysteme«. Passend dazu bot sich heute schon ein Anlass, diesem Vortrag auf Twitter vorzugreifen. Am 24.06.2019 gibt es […]
Unterstützen